Denkmal weiter BambergDenkmal weiter Bamberg
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Stephansplatz 3,5 – 96049 Bamberg – Bergstadt – Welterbe

St. Stephan, ehem. Chorherrenstiftskirche

Evang.- luth. Pfarrkirche St. Stephan

St. Stephan wurde zwischen 1007 und 1009 durch Bischof Eberhard I. (1007-1040) von Bamberg gegründet, angeregt durch das Kaiserpaar Henrich II. und Kunigunde. Die Weihe vollzog Papst Benedikt VIII. bei seinem Besuch in Bamberg 1020, womit die heute evangelische Kirche zur einzigen von einem Papst geweihten Kirche gehört. Der Gründungsbau entsprach in etwa dem heute bestehenden Bau, der im Laufe des 17. Jahrhunderts in drei Bauabschnitten von unterschiedlichen Baumeistern neu errichtet wurde. Der Chorbau (1628-31) stammt überwiegend vom fürstbischöflichen Baumeister Giovanni Bonalino (sowie ferner von Valentin Juncker und Hans Globeth), Quer- und Langhaus (1677-80) gehen auf Antonio Petrini zurück. Der heute älteste erhaltene Teil ist der spätromanische Turm des 13. Jahrhunderts, der 1699 durch Michael Scherer mit einer neuen Laternenhaube versehen wurde. Nachdem das Hochstift Bamberg kurbayerisch wurde, hob ein kurfürstliches Dekret von 1803 das Stift auf. Nach einer vorübergehenden Schließung konnte St. Stephan dem evangelischen Gottesdienst zugeführt und 1807 an die evangelische Pfarrei übergeben werden. Der Neubau des zu St. Stephan gehörenden Kapitelhauses wurde bereits um 1628 projektiert, konnte aber erst 1754 nach Plänen von Johann Jakob Michael Küchel ausgeführt werden, da der Kirchenneubau die finanziellen Mittel des Stifts erschöpfte. 1965 wurde es von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde erworben und 2015 saniert.

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