Das breitgelagerte zweigeschossige Wohnhaus mit Satteldach wendet der Sutte seine verputzte Straßenfassade zu, die von Ecklisenen mit kapitellartigem Dekor aus Putzband und Guttis eingefasst wird. Die geohrten und faszierten Fenster werden durch Brüstungs- und Sturzfelder risalitartig zusammengefasst. Die Inschrift über der Hauseingangstüre „D IIII 1901“ offenbart die alte Hausnummer des Hauses, sie wurde bei der letzten Instandsetzung freigelegt und restauriert.
Die „Sutte“ bildet gemeinsam mit dem Straßenzug „Matern“ eine kleine Immunität um das ehemalige Kloster St. Theodor (seit 1589 „Karmelitenkloster“) am Karmelitenplatz 1/3. Über die Geschichte und die Bedeutung des Namens „Sutte“ ist wenig bekannt, vermutlich geht er auf ein bei der Kapelle St. Matern (Maternstraße 10) vermutetes Spital oder die Feuchtigkeit des Gebietes zurück, denn „Sutte“ bedeutet sowohl Krankenstube als auch Pfütze.