Das im Kern im 15. Jahrhundert erbaute hochaufragende dreigeschossige Bürgerhaus mit Satteldach und den auffallenden seitlichen Treppengiebeln steht in traufständiger Bauweise zur Langen Straße hin ausgerichtet. Im Zuge der Barockisierung wurde die Fassade zwischen 1715 und 1717 neu gestaltet. Die barocke Portalarchitektur führt heute als „Wallenstein-Passage“ zur Keßlerstraße (zum Aufenthalt Wallensteins s. G'schichtla). Das auf Sandsteinsockeln stehende Portal schließt mit einem Kielbogen ab, als dessen krönendem Abschluss eine Maria Immaculata aus Sandstein, die 1715 vermutlich vom Bamberger Bildhauer Leonhard Gollwitzer geschaffen wurde. Im Giebelfeld halten zwei Löwen das Wappen der Freiherren von Aufseß, erkennbar an der roten Rose mit weißem Querband. Die ebenfalls auf hohen Postamenten stehenden Pilaster rahmen die Fassade seitlich ein. Das Erdgeschoss schließt mit einem Gurtgesims ab und in den oberen Geschossen wird die Horizontale durch Fenstergesimse hervorgehoben. Die Vertikale wird durch die Brüstungsfelder der miteinander verbundenen Fenster betont. Zum Adelsgeschlecht derer von Aufseß s. Aufseßstraße 2.
Am Gebäude wurde 1928 eine Gedenktafel angebracht, die auf den Aufenthalt von Albrecht von Wallenstein (1583 – 1634) in Bamberg verweist. Wallenstein war während des 30-jährigen Kriegs 1625 und 1634 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee und damit auf der Seite der Katholischen Liga, die gegen den Protestantismus ankämpfte. Er soll sich vom 4. bis zum 7. Oktober 1632 in dieser Funktion zur Rekrutierung von Soldaten in Bamberg aufgehalten und im Haus zum Saal übernachtet haben.