Das stattliche, dreiflügelige Hauptgebäude (heutiges Hotel) setzt sich aus den ehemaligen Gartengebäuden von 1730, die heute die Seitenflügel bilden und dem breitgelagerten Hauptflügel von 1787/89, der diese verbindet, zusammen. Das Hauptgebäude ist ein zweigeschossiger massiver Mansarddachwalmbau mit unverputzten Sandsteinquaderfassaden. Die Hauptfront, die dem ehemaligen Garten und der Stadt zugewandt ist, ist durch einen Mittelrisalit mit Dreiecksgiebel ausgezeichnet. In der Mitte des Daches befindet sich ein Dachreiter, der auf die Krankenhauskapelle im Obergeschoss hinweist. Im Ehrenhof vor dem Hauptgebäude befindet sich ein klassizistischer Brunnen, der 1789 von Georg Joseph Mutschele geschaffen wurde. Der ehem. Chirurgische Pavillon (heutiges Stadtarchiv) ist ein mächtiger, in drei Teile gegliederter Satteldachbau, der aus dem dreigeschossigen Haupttrakt mit rustiziertem Erdgeschoss, Volutengiebeln und einem Dachreiter und dem giebelseitig anschließenden zweigeschossigen Nebentrakt besteht, dessen Satteldach in den dritten Teil, den ehem. Tagesraumbau, übergeht (v. li. n. re.). Dem Haupttrakt entspringt gegen den Hauptbau des Alten Krankenhauses der aseptische Operationssaal. Die ehem. Hofwaschanstalt (Foto 3) ist ein langgestreckter zweigeschossiger Massivbau mit Mansardwalmdach, dessen Straßenfassade aus Sandsteinquadern besteht. Sie wurde um 1790 von Johann Lorenz Fink errichtet und 1803/04 zur Entbindungsanstalt adaptiert. Dahinter liegt der Verwalterbau des ehem. Hofbaustadels, ein eingeschossiger massiver und verputzter Walmdachbau des 18. Jahrhunderts und das ehem. Hofbaustadel mit im Winkel angefügter ehem. Hofhühnermästerei, worin sich heute das Technische Rathaus der Stadt Bamberg befindet.
Seine medizingeschichtliche Bedeutung verdankt das ehem. Allgemeine Krankenhaus seinem geistigen Urheber und 1879 zum ersten dirigierenden Arzt des Krankenhauses ernannten Adalbert Friedrich Marcus, der sich als deutscher Arzt über die Medizin hinaus auch für die Bamberger Kultur und Wohlfahrt einsetzte und u.a. die im Jahr 1801 von ihm erworbene Altenburg vor dem Verfall errettete und sich ihrer Erhaltung widmete. Als medizinischer Direktor sorgte Marcus nicht nur für jene diese Zeit optimalen Hygieneverhältnisse, sondern konnte insbesondere durch klinische Praxis dem medizinischen Skeptizismus des späten 18. Jahrhunderts entgegenwirken sowie durch seine Zusammenarbeit mit verschiedenen Ärzten, u.a. mit Andreas Röschlaub, wechselseitige Beeinflussung erlangen. Darüber hinaus stand er für eine praktische und klinische Ausbildung der Ärzte neben ihrer theoretischen an den Universitäten ein. Marcus ist im Erdgeschoss des Hauptbaus eine Gedenktafel gewidmet, die wenige Wochen nach seinem Tode im Jahr 1816 auf Veranlassung seiner Witwe angebracht wurde. Im Erd- und Obergeschoss des Alten Krankenhauses finden sich heute immer noch die bauzeitlichen Wandbrunnen aus Sandstein, die laut Marcus durch das darin plätschernde Wasser zur Reinlichkeit beitragen sollten.