Diese steinerne Brücke wurde nach Plänen des Bamberger Stadtbaumeisters Hans Vorchheimer als Nachfolgebauwerk einer bereits vorhandenen Brücke errichtet, auf der sich die Baugruppe des Rathauses befand (s. Altes Rathaus, Obere Brücke 1; als ebenfalls eingetragenes Denkmal kann es direkt angeklickt werden). Das Hochwasser von 1784 verursachte nur leichtere Schäden. Um 1900 erfolgte eine Verbreiterung der Brücke für die Führung der Straßenbahnschienen. Durch die Brückensprengungen 1945 wurde der mittlere, rechts an das Rathaus anstoßende Bogen zerstört und danach als mit Sandstein verkleideter Betonbogen wieder aufgebaut. Die Kreuzigungsgruppe aus dem Jahr 1713 wird dem Bildhauer Johann Leonhard Gollwitzer zugeschrieben. Sie geht auf eine Stiftung des Krämers Johann Franz Cache (Obere Brücke 3) von 1628 zurück. Zu Füßen des Gekreuzigten kniet Maria Magdalena, zu seiner Rechten steht Maria Muttergottes, zu seiner Linken der Evangelist Johannes. In den Sockelnischen sitzen die Evangelisten Lukas, Matthäus und Markus. Gegenüber der Gruppe steht die Statue des hl. Nepomuk von Johann Caspar Metzner aus dem frühen 18. Jahrhundert, die 1926 durch eine Kopie von Hans Leitherer ersetzt wurde. Das Original gehört zu den Sammlungen des Historischen Vereins Bamberg.